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Bestellvorschläge

Ja. In der Bestellansicht kannst du jede Bestellmenge direkt editieren. Deine Anpassung wird automatisch auf die nächste Losgröße gerundet. Die ursprüngliche Berechnung bleibt erhalten — du siehst immer den Unterschied.
Die Bestellvorschläge sind Empfehlungen — du siehst jeden Vorschlag in der Bestellansicht und kannst ihn vor der Übergabe anpassen. Die Prognosen verbessern sich kontinuierlich, weil das System aus den tatsächlichen Verkaufsdaten lernt. Im BI-Assistenten kannst du die Bestellqualität jederzeit analysieren — z.B. “Welche Artikel hatten letzte Woche die höchsten Retouren?”
Die Berechnung läuft nach einem konfigurierten Zeitplan — typischerweise einmal täglich. Der genaue Zeitpunkt und die Vorlaufzeit werden von deinem Delicious Data Team eingestellt. Du kannst in der Bestellansicht mit dem Stichtag-Filter prüfen, wann eine bestimmte Berechnung erstellt wurde.
Die Übergabe an dein ERP erfolgt automatisch nach der Berechnung. Der Weg hängt von deiner Integration ab — z.B. CSV-Import bei Optiback oder API bei Samuelson BackPro. Mehr Details findest du in der Bestellansicht.
Immer die effektive Bestellmenge: deine manuelle Anpassung, oder — wenn du nichts geändert hast — der berechnete Vorschlag. Änderungen nach der Übergabe werden erst bei der nächsten Berechnung berücksichtigt.

Prognose & Daten

Die KI nutzt bis zu 2,5 Jahre Verkaufshistorie. Je mehr Daten vorliegen, desto besser die Prognosen — insbesondere für saisonale Muster. Für eine solide Basisprognose empfehlen wir mindestens 3 Monate tägliche Verkaufsdaten. Artikel mit weniger Daten können über Referenzartikel oder Substitution unterstützt werden.
Zwei Möglichkeiten: Du kannst einen Referenzartikel hinterlegen, dessen Verkaufsdaten als Basis dienen. Oder du aktivierst Substituierbarkeit, damit das System automatisch ähnliche Artikel erkennt und deren Daten nutzt.
Feiertage fließen als eigenes Merkmal in die KI-Prognose ein. Das System lernt aus vergangenen Feiertagen, wie sich das Kaufverhalten verändert — unabhängig vom Wochentag. Die Feiertagszuordnung basiert auf der Region deines Verbrauchsorts (abgeleitet aus der Postleitzahl). Regionale Feiertage (z.B. Fronleichnam nur in bestimmten Bundesländern) werden korrekt berücksichtigt.
Ja. Jedem Verbrauchsort wird automatisch eine Wetterstation zugeordnet (basierend auf der Adresse). Historische Wetterdaten fließen als Kontext in die KI-Prognose ein — das System erkennt z.B., dass an heißen Tagen mehr Eis und weniger Brot verkauft wird.
Das System erkennt automatisch, an welchen Tagen ein Artikel verkauft wird, und erstellt nur für diese Tage Bestellvorschläge. Für wechselnde Sortimente empfiehlt sich zusätzlich die Substituierbarkeit.
Wenn ein Artikel aus Zutaten besteht, löst das System die Rezeptur automatisch auf. Der Bedarf wird über alle Stufen berechnet — vom Endprodukt bis zur Rohware. Rezepte können verbrauchsort-spezifisch sein, falls verschiedene Standorte unterschiedliche Rezepturen verwenden.

Konfiguration

Ja. Jede Bestellregel kann pro Verbrauchsort, pro Artikel, pro Zeitraum und pro Wochentag konfiguriert werden. Du kannst z.B. am Samstag eine höhere Mengenplanung einsetzen als unter der Woche.
Die Mengenplanung reagiert auf die Streuung der Nachfrage — sie passt den Sicherheitspuffer (z.B. über die Verfügbarkeit) automatisch an die Volatilität eines Artikels an. Der Bestellfaktor ist ein pauschaler prozentualer Aufschlag. Beide zusammen zu verwenden ergibt selten Sinn — im Normalfall reicht die Mengenplanung.
Das System kennt drei Modi: Immer aufrunden (auf die nächste Losgröße), Immer abrunden (auf die vorherige) und Stochastisch runden (zufällig gewichtet, um systematische Über- oder Unterbestände zu vermeiden). Mehr dazu unter Losgrößen & Rundung.
Die Einrichtung erfolgt gemeinsam mit deinem Delicious Data Team: Integration prüfen, Bestellregeln konfigurieren, Testphase mit parallelen Vorschlägen, dann Live-Schaltung der automatischen Übergabe. Der genaue Zeitrahmen hängt von deiner Integration und der Komplexität deines Sortiments ab.

Monitoring & Analyse

Nutze den BI-Assistenten oder deine Dashboards, um Retouren, Ausverkäufe und Bestellgenauigkeit zu verfolgen. Typische Fragen: “Wie haben sich die Retouren seit der Automatisierung entwickelt?” oder “Welche Artikel haben regelmäßig zu hohe Bestellmengen?”
Ja. In der Bestellansicht kannst du jede Zeile aufklappen und die Berechnung Schritt für Schritt nachvollziehen: Bedarf → Bestellfaktor → Bestandsabzug → Rundung. Ein Wasserfall-Diagramm zeigt alle Zu- und Abgänge im Bestandsverlauf.
Häufige manuelle Korrekturen sind ein Signal, dass die Bestellregeln angepasst werden sollten. Prüfe die Mengenplanung (z.B. die Verfügbarkeit zu hoch oder zu niedrig?) und den Bestellfaktor. Im BI-Assistenten kannst du gezielt fragen: “Welche Artikel wurden letzte Woche am häufigsten manuell korrigiert?”