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Bestellt wird in Gebinden — nicht in krummen Stückzahlen. Wenn Brötchen in 12er-Kartons kommen, bestellt das System 12, 24 oder 36 Stück, nicht 17.

Losgröße (Batch Size)

Die Losgröße ist die Gebindegröße, auf die Bestellmengen gerundet werden. Sie wird typischerweise aus deinem Warenwirtschaftssystem synchronisiert: Du kannst die Losgröße auch pro Bestellregel überschreiben, wenn ein Artikel an bestimmten Verbrauchsorten in anderen Gebinden geliefert wird.

Mindestmenge (Min Amount)

Die Mindestmenge ist die kleinste Bestellmenge, die aufgegeben wird. Liegt der berechnete Bedarf unter der Mindestmenge, wird entweder auf die Mindestmenge aufgerundet oder gar nicht bestellt — je nach Rundungsmodus.

Rundungsmodi

Das System kennt drei Rundungsmodi:
Die 5 %- und 95 %-Schwellen verhindern, dass minimale Rundungsdifferenzen (z.B. durch Rezeptmengen) zu unnötigen Gebindewechseln führen. Bedarf 12,3 bei Losgröße 12 wird im Modus „Immer aufrunden” trotzdem als 12 bestellt, weil 0,3/12 ≈ 2,5 % unter der 5 %-Schwelle liegt.

Stochastische Rundung

Die stochastische Rundung vermeidet systematische Über- oder Unterbestände. Wenn der Bedarf 17 bei Losgröße 12 ist, bestellt das System:
  • 24 Stück mit Wahrscheinlichkeit 5/12 ≈ 42% (Rest 5 von 12)
  • 12 Stück mit Wahrscheinlichkeit 7/12 ≈ 58%
Über viele Bestellungen gleicht sich das aus — du bestellst im Durchschnitt genau den tatsächlichen Bedarf.
Das System verwendet separate Rundungsmodi für die erste Gebindeeinheit (Mindestbestellmenge) und weitere Gebinde (Losgröße). Typisch: Immer aufrunden für die erste Einheit, Immer abrunden für weitere.

Berechnungsreihenfolge

  1. Prognose berechnen (inkl. Überplanung)
  2. Bestellfaktor anwenden (z.B. × 110%)
  3. Bestand abziehen → Nettobedarf
  4. Wenn Nettobedarf < Mindestmenge → Rundung auf Mindestmenge (mit Mindestmengen-Rundungsmodus)
  5. Wenn Nettobedarf ≥ Mindestmenge → Rundung auf Losgröße (mit Losgrößen-Rundungsmodus)

Beispiel